Design Prinzip der R6
Projektleiter Toshiharu Shigeta erklärt: “Wir haben diese 125er mit einer ähnlichen Philosophie entwickelt, wie auch die YZF-R6. Der Spaß am Fahren auf kleinen Straßen stand ganz oben auf der Prioritätenliste, weshalb auch die Fahrwerksgeometrie der YZF-R125 ähnlich der R6 ist. Gleichzeitig war die sportliche Auslegung in Kombination mit dem geringen Gewicht gut fürs Handling im Stadtverkehr. Wir konnten also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.“
Dass die YZF-R125 größer ist als die meisten anderen 125er liegt daran, dass Rahmen und Fahrwerksteile tatsächlich von anderen größeren Sportmaschinen aus der Yamaha Palette stammen. „Um jedoch messerscharfes Handling und Stabilität zu erreichen, mussten wir beispielsweise die Schwinge ganz neu und wesentlich steifer konstruieren, sonst hätte das Ganze nicht zusammengepasst.“ erklärt Shigeta weiter.
Projekt Mitarbeiter Sabino Tisci verrät noch ein anderes interessantes Detail: “Ein Muss für jedes Sportmotorrad ist die Konzentration der Masse um den Schwerpunkt. Wir haben das Layout der Auspuffanlage von der R6 übernommen, welche den Schalldämpfer direkt zentral unter dem Motor hat. Das kurze Endrohr kommt direkt hinter der rechten Fußraste ins Freie. Wir hätten natürlich auch einen spektakulären hochgezogenen Auspuff unter der Sitzbank wählen können, aber das hätte die 125er kopflastig gemacht und das Handling hätte gelitten. Außerdem konnten wir den gewonnen Platz unter der Sitzbank gut nutzen, um Elektrik Komponenten in der Nähe des Schwerpunktes unterzubringen. All diese Dinge tragen zum tollen Handling der YZF-R125 bei.“