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2006 R6: der Start einer neuen Generation

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„Das gesamte Motorrad-Konzept wurde mehr in Richtung Racing ausgelegt“, erklärt Makato Shimamoto. „Wir haben einen brandneuen Motor entwickelt, der neue Dimensionen in Sachen Leistungsfähigkeit erreicht und haben alles andere drum herum neu definiert.“

„Es ist schon mehr als einen Rahmen zu bauen, einen Motor da rein zu hängen und alles mit einer Verkleidung zuzudecken“, erklärt Product Planning Manager Oliver Grill. „Alles muss in enger Abstimmung miteinander entwickelt werden. Nur so kann am Ende ein optimales Package entstehen.“

Das Entwicklungsteam war ständig gefordert, mit neuen Ideen zu kommen. „Wir wollten innovative Lösungen finden und umsetzen“, sagt Shimamoto. „Nur so konnten wir einen solch großen Schritt nach vorn machen.“

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Innovation

Was ist so innovativ an der neuen R6?

Vielleicht ist es auf den ersten Blick nicht so deutlich, aber das ganze Motorrad wurde auf ein völlig neues Niveau gebracht und zwar durch die folgenden Maßnahmen:

 

  • Der neue Motor lässt viel höhere Drehzahlen zu und entwickelt mehr Leistung
  • Neue Technologien wie das innovative YCCT zur Drosselklappensteuerung, das eine präzise Steuerung im gesamten Drehzahlband zulässt – zwischen 2.000 und 16.500/min
  • Das steifere und stabilere Chassis erlaubt späteres Bremsen und früheres Beschleunigen
  • Neues Schalldämpfer-Layout und weitere Maßnahmen zur Zentralisierung der Massen für ein besseres Handling
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Das Rennen geht weiter
„Das Motorrad sollte schneller werden. Wir wollten höhere Leistung, mehr Stabilität, um schneller in die Kurven gehen zu können und um schneller heraus beschleunigen zu können. Ein wesentlicher Aspekt war auch, dem Fahrer mehr Feedback vom Motor und Chassis zu liefern“, meint Oliver.

 

Höher drehender Motor mit 93 kW (127PS)
„Der Motor dreht bis zu 16.500/min“, sagt Shimamoto. Die maximale Leistung liegt bei 14.500/min an – der Motor hat ein extrem breites Drehzahlband.“ Wie das erreicht wurde? Ein Blick auf die Highlights macht es deutlich:

  • Super kurzer Hub und größere Bohrung
  • Titan-Ventile mit größerem Ventildurchmesser
    Twin fuel injectors to cover a wide RPM area:
  • Leichtere Kurbelwelle
  • Zwei Einspritzventile pro Zylinder für ein breites Drehzahlband
    - Das erste Einspritzventil befindet sich weiter unten im Saugrohr, das zweite ist für die Erreichung der Topleistung bei höheren Drehzahlen zuständig;
    - Das zweite Einspritzventil befindet sich für eine bessere Zerstäubung weiter oben im Luftfilterkastengehäuse und nimmt seine Arbeit ab dem mittleren Drehzahlbereich auf, in dem Bereich, wo der Motor sein maximales Drehmoment erreichen kann.
  • Zentraler, direkter Lufteinlass (großer Durchmesser, gerade Einlasskanäle
  • 41 Drosselklappen
  • Anti Hopping Kupplung für mehr Stabilität beim Runterschalten und Bremsen
  • EXUP System für ein gutes Drehmoment im unteren bis mittleren Drehzahlbereich
  • 3 schnelle Steuergeräte für die Motorsteuerung anstelle von einem YCCT: Yamaha Chip Controlled Throttle System
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Basis dieses Systems ist die Technologie unserer MotoGP-Rennmaschine, der YZR-M1.

Das YCC-T System optimiert insbesondere das Zusammenspiel von Drehzahl, Luftdurchsatz und Drehmomentverlauf und sorgt so für ein reibungsloses, gut kontrollierbares Abrufen der Leistung dieses extrem hoch drehenden Hochleistungsmotors.

Das neue YCC-T System besitzt ein eigenes elektronisches Steuergerät mit einem extrem leistungsfähigen Prozessor. Diese gewaltige Rechnerleistung gewährleistet, dass die Drosselklappe erstaunlich gleichmäßig und fein dosierbar anspricht.

Trotz der elektronischen Steuerung hat das System weiterhin Seilzüge. Das System vermittelt das gleiche Feeling wie eine normale Drosselklappensteuerung, ist nur viel direkter im Ansprechverhalten.

Testfahrer Jeffry de Vries
“Die Drosselklappen-Kontrolle ist sehr gut”, so der Ex-Superbike-WM-Fahrer. „Man hat das Gefühl einer direkten Verbindung zwischen Gasgriff und Hinterrad.“

Fahrspaß
Ein hohes Maß an Effizienz ist gerade für unsere Sportbikes ein wichtiges Entwicklungskriterium und auch die Begeisterung ist ein wichtiger Faktor, wie auch unsere Testfahrer bestätigten. „Alles ist sportlicher, härter und gerade im Grenzbereich präziser.” „Der Sound ist phantastisch, besser als bei der alten – sowohl das Ansaug- als auch das Aufpuffgeräusch.“

„Du kannst diesen Kick des hoch drehenden Triebwerks haben, wenn du willst, obwohl der Motor auch unten rum schon Leistung hat, aber zweimal runterschalten und dann von 10.000 bis 16.500/min durchzuladen, das ist schon ein ganz besonderes Leistungs- und Sounderlebnis.“

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Fahrwerk
„Die Zielsetzung war, ein leichteres und gleichzeitig steiferes Chassis zu bauen, das dem, Fahrer mehr Feedback liefert“, erklärt Jeffry. „Auf der Rennstrecke ist die Verwindungsfestigkeit und das Feedback wichtig, gerade auch im Hinblick auf spätes Bremsen.“

Die Highlights der Chassis Entwicklung sind:

  • Neuer Deltabox-Rahmen mit höherer Verwindungsfestigkeit
  • Verwindungsfeste Upside-down Gabel
  • 310 mm Bremsscheiben mit Radialbremszangen
  • Nach vorn orientierte Radlastverteilung (52% vorn).
  • Asymmetrische Schwinge zur Platzierung des leichten Titanschalldämpfers. Für einen niedrigen Schwerpunkt wurde er so niedrig und weit wie möglich nach vorn platziert.

Vorder- und Hinterradfederung sind voll einstellbar, in Federvorspannung, Zug- und Druckstufe. Und für 2006 gibt es eine neue Zwei-Wege-Druckstufeneinstellung, die separate Einstellungen für High- und Low-speed erlaubt. „Man kann das Chassis viel feiner abstimmen, ähnlich wie bei einem Rennmotorrad“, stellt Jeffry fest. „Besonders beim Einsatz auf der Rennstrecke ist der Level viel höher.“

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Aerodynamik

Der Aerodynamik wurde in intensiven Tests besondere Beachtung gewidmet. Das Ergebnis bei der R6 sind aerodynamische Qualitäten auf ganz neuem Niveau.

Die folgenden Aspekte wurden besonders unter die Lupe genommen:

  • Reduktion des gesamten cw(A) Wertes dank schmaler Stirnfläche, schlankem Heck und gleichmäßiger Luftströmung. Scharfe Kanten an der Verkleidung reduzieren Turbulenzen.
  • Sogar der Schalldämpfer wurde aerodynamisch gestaltet, um negative Einflüsse auf die Aerodynamik zu vermeiden.
  • Verbesserung der High-speed Stabilität durch spoilerartig gestaltete Teile der Frontverkleidung.
  • Verbesserte Motorkühlung (notwendig bei der gesteigerten Motorleistung) clevere Nutzung des Fahrtwindes, mittels Einlässen, Deflektoren und Auslässen.
  • Optimale Position und Größe des Einlasssystems für bestmögliche Motorleistung.

Design: Scharf und präzise
„Wir wollten dem generellen Design der R-Serie die Treue halten, es aber auf den nächsten Level heben“, erklärt Designer Jun Tamura. „Das Gesicht des Motorrades spiegelt unverwechselbar die R-Serie wider, aber die Silhouette ist komplett neu. Das Design drückt Schärfe zu Präzision aus, eben genau das, was das Motorrad ausmacht. Es ist ein präzises, messerscharfes Werkzeug, wenn man es fährt. Alles ist sehr schmal und schlank gebaut und alle Komponenten harmonieren perfekt miteinander.“

Die Leidenschaft mit der dieses kompromisslose Racing-Bike-Design entwickelt wurde, gipfelt in folgendem: Alle Bauteile, die normalerweise nicht zu einem Rennmotorrad gehören, wurden bewusst nicht in das Gesamt-Design integriert, weil sie nach Meinung der Designer nicht zur wahren Bestimmung des Motorrades gehören. Aus diesem Grund lassen sich bei Bedarf Spiegel, Blinker, Nummerschildhalter, leicht demontieren, ohne dass es die Schönheit des Designs beeinträchtigt.

Ganz nebenbei gehört ein Einzelsitz zur Serienausstattung des Motorrades. 

 

Foto Galerie 2006-YZF-R6

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