Motor: Spaß an Drehzahlen
„Bei hohen Drehzahlen fühlt sich das neue Triebwerk kraftvoller an und dreht freier“, sagt Oliver Grill, Produktplaner bei Yamaha Europa.“ Die Maschine hat jetzt 180 PS. Technisch wäre es durchaus möglich einen noch höhere Leistung in den Motor zu pumpen. Aber in der Realität bringt das nicht so viel mehr. Unser Ziel war es, das schnellste Bike für die Rennstrecke zu bauen. Und da ist es wichtiger, dass sich das Motorrad leicht fahren lässt. Mit anderen Worten, die tatsächliche Beherrschbarkeit der Maschine ist des Pudels Kern. Denn schnelle Rundenzeiten werden nicht auf der Geraden gefahren, sondern man braucht ein beherrschbares Bike beim Bremsen und in jeder Phase der Kurvenfahrt. Darüber hinaus ist Stabilität und Traktion beim Beschleunigen ein wesentlicher Punkt, sowie kontrolliertes Bremsen, usw.“
Mehr Elektronik im Motor
Um die vielen Pferdestärken im Zaum zu halten, hat sich Yamaha einiges Neues hinsichtlich Motorsteuerung und Elektronik einfallen lassen:
YCCT: Yamaha Chip Controlled Throttle
Diese Yamaha eigene Entwicklung kommt direkt aus dem Rennsport von Valentino Rossis M1. Die Elektronik ’übersetzt’ sozusagen dabei die Stellung des Gasgriffes unter Berücksichtigung von anderen Faktoren, wie Temperatur, Geschwindigkeit, Schräglage usw. in eine ’angepasste’ Öffnung der Drosselklappen.
Das wirkt sich positiv auf den Leistungseinsatz aus und hilft dem Fahrer das Gas genauer dosieren zu können. Überdies kann man sich mit dem neuen System das komplizierte mechanische System zweiter Drosselklappen sparen.
Kompression von 12.4 auf 12.7 :1 erhöht
Die neuen Vierventil Zylinderköpfe wurden mit neuen Brennräumen ausgestattet. Neue Ventile aus Titan ermöglichen größere Öffnungslängen.
Der Motor hat, wie bereits erwähnt nun 180 PS bei 12500 rpm. Das ist allerdings nur die Basisleistung. Wenn Fahrtwind durch das Einlasssystem der Verkleidung gepresst wird, erhöht sich durch den erhöhten Staudruck im Einlasssystem die Leistung nochmals (wie oben dargestellt).