Die ersten hubraumstarken Scooter
Ursprünglich als motorisiertes Fahrrad eingeführt, blieb der Roller viele Jahre lang ein langsames, hubraumschwaches Fahrzeug. Zwischenzeitlich flammte seine Popularität immer wieder auf, und einige couragierte Hersteller wagten den Versuch, die kleinen Scooter in GT-Fahrzeuge auf zwei Rädern zu verwandeln. Doch offensichtlich wich die Begeisterung schnell, denn keines der Projekte konnte sich durchsetzen.
Zu den interessantesten großvolumigen Scootern aller Zeiten zählt der American Salsbury von 1947. Sein 320 cm3 Motor entwickelte sechs PS bei 2.680 U/min und trieb das Fahrzeug sehr geschmeidig auf über 100 km/h. Noch bevor der Roller Italien eroberte, feierte er im Amerika der späten Dreißiger Jahre wahrhaft riesige Erfolge. Dem Salsbury M85 verdanken wir übrigens den automatischen Antrieb via Fliehkraft-Riemenscheibe, der bis heute in allen modernen Scootern zum Einsatz kommt.
Einer der wenigen Hersteller, die sich an Viertakt-Twins versuchten, war BSA/Triumph. Der Sunbeam 250 - von Triumph unter dem Namen Tigress vermarktet - erblickte Ende 1958 auf der Londoner Messe das Licht der Zweiradwelt.
Wir können unseren historischen Rückblick kaum abschließen, ohne den deutschen Prototypen Horex Rebell von 1956 zu betrachten. Dieses erste sportliche Konzept mit liegendem 250 cm3 Einzylinder und edlen 16-Zoll-Magnesiumrädern war ein echtes Hybridfahrzeug, das Motorrad und Roller in sich vereinte. Der T-Max führt dieses Konzept nun zur Serienreife. Denn alle Lösungen, die in den letzten 100 Jahren von Ingenieuren erträumt worden waren, lassen sich heute mit modernen Technologien und Materialien realisieren. Der T-Max kombiniert die Stärken eines Motorrads mit dem Komfort und der Zweckmäßigkeit eines Scooters.